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17.07.2019

 

Bericht aus der Gemeinderatsitzung Maroldsweisach
 
 
Maroldsweisach – Mit einer Ortseinsicht am Gewerbegebiet „Bleichäcker“ begann am Montagabend die Sitzung des Marktgemeinderates Maroldsweisach. Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) brachte dort das Gremium auf den neuesten Stand des Baufortschrittes. Die Planierungsarbeiten können noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Allerdings liegt die Baugenehmigung für den Markt noch nicht vor, was bei einigen Räten ein „Stirnrunzeln“ erzeugte.
 
Wie der Bürgermeister sagte, habe man beim Landrat vorgesprochen, um die Baugenehmigung zu beschleunigen. 10.000 Kubikmeter Boden wurden bewegt und davon ungefähr 5000 vom Zeilberg zur Befestigung des Untergrundes angefahren, sagte der Bürgermeister. „Wir haben hier gute Bodenbedingungen, was positiv ist“, so Thein. Nötig ist ein Entwässerungsgraben an der Nordseite des Gewerbegebietes. Nun können die Arbeiten für Kanal und Wasseranschluss aufgenommen werden. „Ich rechne damit, dass im Herbst hier alles fertig ist“, so der Bürgermeister. Das schöne Wetter habe den Bauarbeiten in die Karten gespielt und auch die Firma aus Altenstein habe gut gearbeitet. „Zusätzlich zu der Fläche wo das neue Gewerbegebiet entsteht, ist weiterer Grund für Ansiedlungen von Gewerbebetrieben vorhanden“, sagte Wolfram Thein und zeigte sich zuversichtlich, dass diese direkt an der B 279 gelegen, Abnehmer finden werden.
 
Geplant ist ein Kernweg zur Entlastung der Vorstadtstraße in Maroldsweisach. Dessen Verlauf erläuterte der Bürgermeister und sagte, dass im Jahr 2015 im Rahmen der „Hofheimer Allianz“ ein überörtliches Kernwegenetz zur Entlastung der Ortsdurchfahrten ins Auge gefasst worden war. Vorgesehen ist der Kernweg zwischen Ermershäuser- und Ditterswinder Straße. „Diesen können dann unsere Landwirte nutzen, ohne sich mit ihren breiten Fahrzeugen durch die Vorstadtstraße quälen zu müssen“, so der Bürgermeister. Nach seinen Worten ist eine Förderung von 70 bis 75 Prozent zu erwarten. Mit einigen Grundstückseigentümern sei man sich schon einig, andere würden noch überlegen Grundstücke hierfür zur Verfügung zu stellen. Der Kernweg soll 3,50 Meter breit werden und eine Achslast von 11,5 Tonnen tragen. Geschäftsführer Renè Schäd machte deutlich, dass die Fördergelder an bestimmte Ausbaustandards gebunden sind. Die Kosten bezifferte der Bürgermeister für diesen Weg auf 390.000 Euro, wobei für die Gemeinde ein Eigenanteil von 100.000 Euro verbleiben werde.
 
„Alle Kommunen stehen vor dem Problem der Klärschlammentsorgung“, sagte Wolfram Thein. Der Landkreis Haßberge drückt aufs Tempo, ist daran interessiert, dass sich die Kommunen per Vertrag verpflichten einen zu gründenden Zweckverband anschließen. Klärschlamm auf Feldern auszubringen, sei nicht mehr erlaubt. „Es wird mittlerweile seit zwei Jahren nach einer Lösung dieses Problems gesucht, die der Gesetzeslage entspricht“, so der Bürgermeister. Es sei angedacht, vorgepressten Klärschlamm an eine Biogasanlage zu liefern, wo er zu 90 Prozent getrocknet wird und dann als Ersatz für Kohlebereich im Heizkraftwerk Schweinfurt als Engergielieferant verbrannt werden soll. Nur über den Landkreis sei diese Möglichkeit als GKS-Gesellschafter gegeben. Die Menge die in Schweinfurt angeliefert werden kann ist auf 10.000 Tonnen im Jahr begrenzt. „Wir sollten zustimmen und einem Zweckverband beitreten, eine andere Möglichkeit oder Alternative bleibt uns eigentlich nicht“, sagte Thein. Der Markt Maroldsweisach könne im Jahr 150 bis 200 Kubikmeter liefern, sagte Thein auf Frage von Gemeinderätin Doreen Büschel (JB). Fragen wurden gestellt ob man aus einem Vertrag wieder heraus komme, oder wie es sich auf den Abwasserpreis auswirken könne. Jedenfalls sei eine regionale Entsorgung wichtig. „Wir können den Schlamm nicht in den Osten fahren, wie es mir von jemandem scherzhaft vorgeschlagen wurde“, sagte der Bürgermeister. Verträge werden auf zehn Jahre abgeschlossen, sagte Geschäftsführer Renè Schäd und meinte: „Da sollten wir aufspringen.“ Die Kosten würden sich pro Tonne auf 120 Euro belaufen, den Transport nicht mit eingerechnet. Bei einer Gegenstimme wurde beschlossen einem Zweckverband beizutreten.
 
Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner (JCU) schlug vor, wie von ihr schon einmal ins Gespräch gebracht, sich von der Musikschule Ebern informieren zu lassen unter welchen Bedingungen eventuelle die Gemeinde beitreten könne oder sollte.
Gemeinerätin Melanie Gräbner (CSU) aus Altenstein hätte gerne gewusst, welche Kosten auf Anlieger für einen Straßenausbau zukommen. Dazu konnte Renè Schäd keine detaillierte Aussage machen. „Es wäre alles nur Schätzungen.“
Gemeinderätin Ramona Schrapel (FW) gab zu überlegen, ob die Fahrbahneinengung in Geroldswind Richtung Biergarten Zeilberg nicht freundlicher gestaltet werden könnte. „Vielleicht könnte man dort auch Hinweise auf andere markante Punkte in unserer Gemeinde geben, weil doch sehr viele Leute zum Besuch des Biergartens auf dem Zeilberg dort vorbei fahren“, meinte sie.
Gemeinderat Eberhard Vogel (CSU) aus Wasmuthhausen bedankte sich bei der Gemeinde für die Unterstützung des Bauhofes bei der Vorbereitung zum „Tag der offenen Gartentür.“ Voll des Lobes war auch Wolfram Thein für die Bürgerinnen und Bürger aus Wasmuthhausen, die dazu beitrugen, dass dieser Tag zu einem ganz besonderen für Wasmuthhausen wurde.
 

 



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