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27.11.2019


Bericht aus der Gemeinderatssitzung Maroldsweisach
 
Von Helmut Will
 
Die Feuerwehr Ditterswind kann sich auf ein neues Feuerwehrfahrzeug freuen und auch auf den Umbau ihres Gerätehauses. Das hat der Gemeinderat Maroldsweisach in seiner Sitzung am Montag beschlossen.
 
Der Umbau wird im Zuge der Beschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges nötig, sagte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD). Deshalb müsse der Um- und Anbau des Feuerwehrgerätehauses geplant werden. Der Umbau umfasst die Sanierung der Fassade sowie das Dach und den Anbau mit Besprechungsraum, Umkleiden und Toiletten. Hierzu zeigte der Bürgermeister die Planung auf. „Netto wird diese Maßnahme 185.000 Euro kosten“, ergänzte Verwaltungsleiter Renè Schäd. Nach den Worten des Gemeindeoberhauptes, könne nun die Ausschreibung erfolgen. „Ich hoffe auf gute Angebote aus der Baubranche, damit wir zügig beginnen können und die Maßnahme Ende 2020 abgeschlossen ist“, sagte Thein. Gemeinderat Eberhard Vogel (CSU) stellte die Frage nach der Unterhaltung des künftigen Feuerwehrgebäudes in Ditterswind. Nach seiner Meinung blieben zu viele Kosten bei dem Feuerwehrvereinen hängen, was er am Beispiel seines Heimatortes Wasmuthhausen verdeutlichte. Das werde geregelt wie bei allen anderen Feuerwehren, sagte der Bürgermeister. Vorsichtig fragte Gemeinderat Stefan Böhm (JCU) nach, ob das neue Feuerwehrfahrzeug auch in das umzubauende Gerätehaus passe, was für Erheiterung sorgte. Thein versicherte, dass dem so sei. Das Gremium billigte die Planung einstimmig. Die notwendigen Finanzmittel werden im Haushalt 2020 eingestellt. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins in Ditterswind, Oskar Hauck, sagte auf Anfrage, dass er die Maßnahmen befürworte. „Hoffentlich haben wir auch künftig genug Feuerwehrleute, damit die Kosten nicht in den Sand gesetzt sind“, sagte er. Einen neuen Feuerwehrkommandanten würde man im kommenden Jahr auch brauchen, da der bisherige, Thomas Brenner, nach Coburg ziehe. Aktuell zeige sich hier noch keine Lösung.
 
Schon seit geraumer Zeit wird im Gemeinderat diskutiert, ob sich die Gemeinde der Musikschule Ebern als Mitglied anschließen soll. Um einen Überblick darüber zu geben, war die Leiterin der Musikschule Ebern, Kristina Renner gekommen, die seit Februar dieses Jahres die Leitung innehat. Nach ihren Worten gebe es aktuell 311 selbst zahlende Musikschüler, aus Kooperationseinrichtungen werden 350 unterrichtet. „Für das Schuljahr 2019/20 haben wir 149 Neuanmeldungen, sagte Kristina Renner. Abmeldungen habe es im laufenden Schuljahr 92 gegeben. Sie legte dar, dass das Angebot der Musikschule breit gefächert sei. Elf verschiedene Instrumente könnten derzeit erlernt werden, wobei man sich stets an den Erfordernissen anpasse. Mit 14 Partnern aus Kindergärten und Schulen des Landkreises habe man eine Kooperation. Aktuell hätten sich bisher sechs Gemeinden der Musikschule angeschlossen. In Verhandlung stehe man mit der Baunachallianz und deren Mitgliedsgemeinden und im September 2020 wäre eine Fusion mit dem „Musikbahnhof Gädheim“ angedacht.
 
Kristina Renner warb dafür, dass sich auch die Gemeinde Maroldsweisach der Musikschule Ebern anschließt. „Musikalische Laienvereinigungen, wie zum Beispiel die Weisachtaler Blasmusik und viele Familien vor Ort wünschen einen Anschluss an die Musikschule“, sagte deren Leiterin. Musik diene der Persönlichkeitsentwicklung, bringe ein Stück Lebensqualität und örtliche Musikkapellen und Chöre würden davon profitieren. Der bereits bestehende Schülerstamm aus dem Bereich von Maroldsweisach betrage 16 Kinder und Jugendliche. Auf Frage des zweiten Bürgermeisters Harald Deringer sagte Renner, dass ein Unterrichtsraum von Vorteil, bzw. nötig wäre. Die Leiterin der Musikschule zeigte die Vorteile öffentlicher Musikschulen auf, die unter Schulaufsicht der Regierung stünden und es staatliche Zuschüsse für das Lehrerpersonal gebe. Auch sei die Musikschule umfassend vernetzt. „Wir haben nur qualifiziertes Personal in Festanstellung“, so Kristina Renner. Im Landkreis Haßberge gebe es sonst kaum die Möglichkeit für einen qualifizierten Musikunterricht. Auf Frage von Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) sagte Renner, dass die Schülerinnen und Schüler entsprechende Qualifikationen erwerben könnten. Auskunft über einige Fakten, wie Kündigung und Gebühren wollte Gemeinderätin Ramona Schrapel (FW) wissen. „Ich befürchte, dass die Gebühren aus dem Ruder laufen könnten“, sagte sie. Kristina Renner ging umfassend auf die Finanzierung der Musikschule mit relativ hohen Personalkosten und eher geringen Verwaltungsaufwand ein. „Entstehende Defizite müssten durch Staatszuschüsse, Spenden und Geldern von Kommunen und Landkreis abgedeckt werden. Wie sie in einer Grafik zeigte, sind die Kosten für die Musikschule durch Unterrichtsgebühren in etwa zur Hälfte gedeckt. Der Grundmitgliedsbeitrag für die Gemeinde pro Einwohner belaufe sich auf 50 Cent. Pro Jahreswochenstunde entstehe ohne jegliche Förderung eine Unterdeckung von derzeit 745 Euro. Die Leiterin wies noch darauf hin, dass Anmeldeschluss der 30. Juni wäre. Der Kommunalzuschuss für Maroldsweisach läge bei 2.571 Euro bei 15 Anmeldungen und 5,59 Jahreswochenstunden. Gemeinderat Herbert Baum (parteilos) meinte, dass die Musikausbildung in der Gemeinde doch recht gut funktioniere. Dem hielten die Gemeinderäte Dieter Hepp (CSU) und Heidi Müller-Gärtner (JCU) entgegen: „Wir brauchen Frühausbildung und wir sehen für Maroldsweisach Handlungsbedarf“, sagten beide. Bürgermeister Wolfram Thein fasste zusammen: „Wir werden mit musikalischen Leistungsträgern, Schulen und Kindergärten sprechen um das Interesse abzuklopfen. Dann sprechen wir wieder hier im Gremium, um zu einer Entscheidung zu kommen.“
 
Für die Kommunalwahl 2020 wurde Verwaltungsleiter Renè Schäd zum Wahlleiter bestimmt. Ihm steht Verwaltungsangestellter Helmut Heigl zur Seite. Beschlossen wurde für die Kommunalwahl am 15. März 2020 auch ein Erfrischungsgeld von 40 Euro.
 
 Der Bürgermeister wies noch darauf hin, dass im Gewerbegebiet „Bleichäcker“ alle abgeschlossenen Verträge ihre Rechtskraft hätten. „Alle Genehmigungen für Markt und Tankstelle sind erteilt und es kann bald mit dem Bau losgehen“, schloss Thein.
 

 



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