Markt Maroldsweisach Naturpark Haßberge Naturpark Haßberge Naturpark Haßberge Naturpark Haßberge die burgenstraße
PanMaro585.JPG
 
Sie befinden sich hier:  » Startseite » Aktuelles

Aktuelles

Zurück


05.06.2019

 

Bericht aus der Gemeinderatsitzung Maroldsweisach
 
Von Helmut Will
 
Maroldsweisach – Die Marktgemeinde hat im neuen Bebauungsgebiet „Bleichäcker“ in Maroldsweisach einen Nahversorgermarkt auf den Weg gebracht. In diesem Zusammenhang wurde bei der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag auch für den Neubau einer Tankstelle im 24-Stundenautomatenbetrieb und SB-Waschboxen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
 
„Wir sind froh einen Investor für die Tankstelle gefunden zu haben, es war gar nicht so leicht“, sagte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD). Nach seinen Worten soll die Tankstelle noch Ende dieses Jahres eröffnet werden. Gemeinderat Stefan Böhm (JCU) fragte, ob eventuell auch an eine Elektrotankstelle gedacht wurde. Nicht an dieser Stelle aber es werde drüber nachgedacht eine solche im Bereich des Rathauses einzurichten, entgegnete der Bürgermeister. Es scheint im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet „Bleichäcker“ allerdings auch etwas Unruhe zu geben, wie Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) sagte. „Es gehen Gerüchte um, dass im Baugebiet Hamster gefunden wurden und der Investor für den Nahversorger deshalb abgesprungen sei. Ich kann als Gemeinderat dazu den Leuten nichts sagen, weil ich nicht weiß ob was daran ist“, sagte Hepp. Er forderte deshalb eine „öffentliche Aufklärung“ vom Bürgermeister. Dieser wandte sich mit Entschiedenheit gegen diese Gerüchte. „Ich verstehe nicht, wie so was aufkommt, die Bagger stehen doch schon oben. Richtig ist, dass der Investor nach wie vor existent ist und auch gebaut wird. Schon bald sollen die Bagger rollen“, so Thein. Wie er weiter ausführte, gehe es im nichtöffentlichen Teil der Sitzung bereits um Auftragsvergaben für das Baugebiet. Weiter erläuterte Thein, dass der Eingabeplan an das Landratsamt geleitet wurde, aber dann noch einige Unterlagen durch den Investor nachzureichen waren, was zum Beispiel den Unterstand für Einstellflächen betreffe. Wie dieser Aussage zu entnehmen war, ist der Eingabeplan bisher noch nicht genehmigt. Das begründete Thein damit, dass eine Person die damit befasst sei, längere Zeit krank gewesen wäre. Auf Anfrage beim Landratsamt Haßberge wurde mitgeteilt, dass eine abschließende Prüfung des Antrages erst erfolgen könne, wenn notwendige und angeforderte Unterlagen, wie es der Bürgermeister in der Sitzung gesagt hatte, eingegangen sind.
 
Weiter wurde eine Grundsatzentscheidung hinsichtlich des Umfangesvon Freiflächenvoltaikanlagenim Vorgriff auf die Einleitung von Bauleitverfahren im Gebiet der Marktgemeinde gefasst. Freiflächenvoltaikanlagen seien für Eigentümer von Grundstücken attraktiv, sagte der Bürgermeister. Deshalb würden Anträge in dieser Richtung zunehmen. Mit dieser Thematik hätte sich der Bauausschuss bereits im April des Jahres beschäftigt. Hier bemängelte Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner (JCU), das im Vorfeld die von ihr vor einiger Zeit beantragte Bürgerinformation nicht stattgefunden hätte. Dazu sagten Bürgermeister Wolfram Thein und Verwaltungsleiter Renè Schäd, dass der Gemeinderat über die Ansiedlung solcher Flächen entscheide. Es bleibe jedem freigestellt in eigener Initiative zu Infoveranstaltungen einzuladen. Gemeinderätin Doreen Büschel (JB) wollte wissen, ob, wenn man sich auf die vorgeschlagenen Höchstgrenzen einige für allemal ausgeschlossen ist, dass weitere Freiflächenphotovoltaikanlagen gebaut werden dürfen. Dazu der Bürgermeister: „Die Obergrenze ist erst einmal wichtig aber es ist nicht auszuschließen, dass besondere Fälle im Gemeinderat überdacht werden, auch wenn die Obergrenze möglicherweise schon überschritten ist.“ Laut Beschlussvorschlag sollte beschlossen werden, dass die Höchstgrenze von fünf Prozent, bezogen auf die in Frage kommende Gesamtfläche des Marktgemeindegebietes, bzw. 15 Prozent der in Frage kommenden Gesamtfläche je Gemarkung festgelegt werden sollte. Dazu meinte Gemeinderätin Ramona Schrapl  (FW), dass die Werte eher nach unten korrigiert werden sollten. „Verträgt die Gemeinde 20 Hektar Freiflächenphotovoltaikanlagen pro Gemarkung“, fragte sie und könne man das den Bürgern zumuten? Bürgermeister und Gemeinderat Dieter Hepp waren sich da einig und befürworteten die angestrebten Höchstgrenzen, weil Maroldsweisach eine doch flächengroße Gemeinde wäre. Gemeinderat Helmut Berwind (SPD) hätte es auch gerne gesehen, dass die Bürgerinnen im Vorfeld solcher Entscheidungen durch die Gemeinde informiert werden sollten. „Sie müssen dann ja auch mit diesen Anlagen leben“, sagte er. Das alles habe mit der vorliegenden Beschlussvorlage nichts zu tun, meinte Verwaltungsleiter Renè Schäd. Es gelte lediglich den Beschluss zu fassen, um ein Bauleitverfahren einleiten zu können. Bei einer Gegenstimme wurde sodann beschlossen, wie oben angeführt, die Begrenzungen auf fünf bzw. 15 Prozent vorzunehmen.
 
Die Feuerwehr Birkenfeld bildet eine Löschgruppe mit der Feuerwehr Ditterswind und die Feuerwehr Voccawind eine mit der Feuerwehr Maroldsweisach. „Damit haben wir nun drei Löschgruppen im Gemeindegebiet“, sagte Thein. Für die Feuerwehr Birkenfeld läge schon ein Förderbescheid in Höhe von 42.600 Euro für die Anschaffung eines Löschfahrzeuges vor. Thein machte deutlich, dass die Angliederung von Löschgruppen an andere Wehren mit den Feuerwehrvereinen nichts zu tun hätten. „Das gilt nur für Aktive“, sagte Thein und lobte die Feuerwehrvereine in den Ortschaften für ihre Arbeit. Behandelt wurde eine Reihe von Bauanträgen, auch solche, die auf dem Verwaltungsweg an das Landratsamt weiter geleitet wurden. Bürgermeister Wolfram Thein teilte mit, dass am 20. Juni in Birkenfeld die Einweihung der Dorferneuerung erfolge. Das Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach werde nach der umgeplanten Maßnahme mit 229.000 Euro bei einer Gesamtsumme von etwa 400.000 Euro gefördert, teilte Thein mit. „Jetzt kann die Maßnahme ausgeschrieben und umgesetzt werden.“ Im Vorgriff auf die nächste Gemeinderatsitzung teilte Wolfram Thein mit, dass sich für die Klärschlammentsorgung eine Lösung zu finden scheint.
 

 



Zurück