Markt Maroldsweisach Naturpark Haßberge Naturpark Haßberge Naturpark Haßberge Naturpark Haßberge die burgenstraße
burg.jpg
 
Sie befinden sich hier:  » Startseite » Aktuelles

Aktuelles

Zurück


02.08.2018

 

Bericht aus der Gemeinderatssitzung Maroldsweisach
 
 
Der Tagesordnungspunkt „Änderung des Flächennutzungsplanes Solarpark Dürrenried II“, sorgte in der Sitzung des Marktgemeinderates Maroldsweisach am Montag für Kontroversen im Gremium. Der Solarpark ist nicht unumstritten und hat schon in Dürrenried für „Wirbel“ gesorgt, wie in der Sitzung deutlich wurde. Als Zuhörer wohnten auch Leute pro und kontra Solarpark der Sitzung bei. Etwa fünf Hektar ist das geplante Solarparkgelände groß und im Besitz von zwei Grundstückseigentümern.
 
Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) erläuterte, dass die Stellungnahmen zu diesem Projekt eingegangen seien und Verwaltungschef Renè Schäd ergänzte, dass „nix gravierendes“ dabei sei, was für Diskussionsstoff oder Umdenken sorgen müsste. So war es dann aber nicht. Als erster ergriff Gemeinderat Helmut Berwind (SPD) das Wort: „Nirgendswo ist erwähnt, dass die Bürger in Dürrenried den Solarpark nicht wollen, da kann ich der Änderung des Flächennutzungsplanes nicht zustimmen“. Schäd erwiderte, dass die Einwände von 26 Bürgern berücksichtigt wurden, es also nicht stimme, dass über die Köpfe hinweg entschieden wurde. Gemeinderätin Heidi Müller-Gärnter (JCU) sagte, dass der Gemeinderat seine „Hausaufgabe rechtlich richtig abgewickelt“ habe, aber nicht bürgernah. „Wir wollen alle regenerative Energie, aber warum sind die Bürger in Dürrenried bei dem Projekt so gespalten“, fragte sie. Sie forderte, und künftig werde sie das auch beantragen, bei solchen oder ähnlichen Projekten die Bürger ganz zu Beginn in einer Bürgerversammlung zu informieren, sie besser einzubinden. Bürgermeister Wolfram Thein wies darauf hin, dass alle im Gremium von den Bürgern gewählt wurden und deren Interessen vertreten könnten. Aber auch er räumte ein, dass es sich bei der Fläche für den Solarpark „Dürrenried II“ seiner Meinung nach nicht um eine Optimale handele. Jedoch sei man im Verfahren drinnen und da funktioniere ein Rückzieher nicht mehr. Gemeinderat Eberhard Vogel (CSU) sagte, dass man einen bereits gefassten Gemeinderatsbeschluss nun nicht mehr in Frage stellen könne. Dem stimmte Gemeinderat Herbert Baum (SPD) zu und brachte es auf den Punkt: „Reden wir doch mal Klartext. Bei dem Ganzen spielt Neid auf diejenigen mit rein, welche ihre Flächen zur Verfügung stellen“. Er forderte die Abstimmung. Bei drei Gegenstimmen wurde der Änderungsbeschluss gefasst und das Projekt damit weiter auf den Weg gebracht.
 
Beim neuen Gewerbegebiet Bleichäcker in Maroldsweisach befinde man sich in der frühzeitigen Beteiligung, sagte Renè Schäd und es sind hierfür „recht dünne“ Stellungnahmen eingegangen. Diese wurden zur Kenntnis genommen und beschlossen, den Fortschritt des Gewerbegebietes weiter voran zu bringen, sollten bis zu einem Stichtag nicht noch wesentlich zu beachtende Stellungnahmen eingehen. „Damit rechnen wir nicht“, sagte der Bürgermeister. Ebenso beschlossen wurde der entsprechende Aufstellungsbeschluss dazu.
 
Nachträglich vom Gemeinderat sanktioniert wurde der verspätet vorgelegte Antrag eines Bauwerbers aus Ditterswind, Gemarkung Flurnummer 206, auf Nutzung landwirtschaftlicher Flächen mit Nebengebäuden für eine Pferdezuchtanlage. Problem ist hier, dass sich die Fläche im Außenbereich befindet und der Antrag auf eine sogenannte „Privilegierung“ geprüft wird. Bei zwei Gegenstimmen erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen für die schon bestehende Anlage vorbehaltlich der Stellungnahme des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Lehnt diese das Vorhaben ab, ist auch das Einvernehmen der Gemeinde zu versagen.
Gemeindliches Einvernehmen auch für den Bauantrag auf Neubau eines Balkons und zwei Erkern in Pfaffendorf, Flurnummer 229/4. Entsprechende Befreiungen wurden erteilt.
 
Bürgermeister Wolfram Thein informierte noch, dass am Vormittag des 9. September ein „Protestlauf“ gegen die geplante Stromtrasse P44 stattfindet. Dieser soll von Ermershausen – Maroldsweisach – Pfaffendorf bis nach Altenstein führen. Einen solchen hatte Gemeinderat Helmut Berwind in vorausgegangenen Sitzungen immer wieder vehement gefordert.
Vorarbeiten zur Breitbandversorgung in Dippach sind angelaufen, sagte der Bürgermeister auf Frage von Gemeinderätin Doreen Büschel (JB).
 



Zurück