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16.05.2018

 

Bericht aus der Gemeinderatssitzung Maroldsweisach
 
Der Antrag von Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner (JCU), Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) zu ermächtigen im Rahmen der gesetzlich zugelassenen Möglichkeiten gegen die geplante Stromtrasse durch das Gemeindegebiet zu kämpfen, löste im Gremium eine längere Diskussion aus. Dem Antrag wurde dann einstimmig gefolgt.
 
Wie die Antragstellerin erläuterte, hätten auch andere Gemeinden ihre Bürgermeister per Beschluss ermächtigt, alles zu tun, um die Stromtrasse zu verhindern. „Ich meine, wir sollten uns mit aller Macht wehren, dass eine Stromtrasse durch unser Gemeindegebiet, bzw. den Landkreis geführt wird und es ist beabsichtigt, eine Bürgerinitiative zu gründen“, sagte Heidi Müller-Gärtner. Gemeinderat Helmut Berwind (SPD) möchte einen überregionalen Sternmarsch, um das Missfallen gegen die Stromtrasse auszudrücken. Bürgermeister Wolfram Thein wertete den Antrag von Heidi Müller-Gärtner positiv und warb um Unterstützung, damit er künftig mit seinem Gemeinderat im Rücken die Interessen der Gemeinde vertreten könne. Er zeigte sich überzeugt, dass es die Stromtrasse nicht brauche, weil Alternativen dazu vorhanden wären. Etwas anders sah das Gemeinderat Herbert Baum (SPD). „Also ehrlich, es wird immer davon gesprochen, dass man die Trasse nicht braucht. Strom brauchen wir alle und ich finde er ist mitunter noch wichtiger als Wasser. Ich bin kein Fachmann, kann aber nicht sagen, ob die Leitung nicht gebraucht wird.“ Dem wurde von einigen widersprochen, die meinten aufgrund von vorausgegangenen Versammlungen zu wissen, dass ein Überangebot an Strom vorhanden wäre. Baum ging sogar so weit um zu überlegen, dass der Einsatz von Bürgermeistern und von Landräten gegen die Trasse Stimmen für die kommenden Wahlen bringen könnte, weil eine allgemeine Tendenz gegen die Stromtrasse erkennbar ist. Schließlich stellte Gemeinderat Eberhard Vogel (CSU) den Antrag auf Ende der Diskussion. „Wir haben und nicht nur heute, schon genügend darüber gesprochen“, sagte Vogel. Das Gremium folgte schließlich einstimmig dem Antrag den Bürgermeister offiziell seitens der Gemeinde zu ermächtigen, gegen die Stromtrasse, „zu kämpfen“, wie es im Antrag formuliert war, ein Ausdruck, der Gemeinderat Günter Freß (FW) nicht so gefiel.
 
Beschlossen wurde weiter, den Hafenpreppacher Weg, Flurnummer 603/1, in der Gemarkung Altenstein, einzuziehen. Wie Bürgermeister Thein dazu sagte, wurde der Verkauf des Grundstückes in einer Sitzung im April beschlossen und vor dem Verkauf sei die Widmung aufzuheben.
Weiter wurde beschlossen Außenbereichsflächen im Gemeindeteil Wasmuthhausen einzubeziehen, um die Möglichkeit für eine Bebauung auf einer Fläche zu schaffen, die bisher nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplanes liegt. Einen entsprechenden Satzungsentwurf erläuterte Geschäftsführer Renè Schäd. Nachteile würden für die Gemeinde hierdurch nicht entstehen, sagte Schäd auf Frage von Gemeinderat Dieter Hepp (CSU).
 Zur Kenntnis wurde gebracht, dass aufgrund des vorausgegangenen Beschlusses dem Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport und Garage auf der Flurnummer 127 in Wasmuthhausen zugestimmt werden kann. Auch Zustimmung, für den Umbau eines Zweifamilienwohnhauses am Wolfsgrund 9 in Maroldsweisach. Hier musste eine baurechtliche Befreiung erteilt werden.
 
 Die Verwaltung soll nächste Schritte einleiten, was die Änderung des Flächennutzungsplanes in Maroldsweisach für das neue „Gewerbegebiet Bleichäcker“ betrifft. Beschlossen wurden hier die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die der Träger öffentlicher Belange. Gemeinderätin Doreen Büschel (JB) wollte wissen, wann es „da oben“ endlich losgehe. „Bald, das kann man an dem was wir beschließen sehen“, sagte der Bürgermeister.
 
 Derzeit ist die Sirene in Altenstein noch außer Betrieb. Das soll sich jedoch in den kommenden zwei Wochen ändern, erläuterte Geschäftsführer Renè Schäd, da die Ersatzteile bestellt und wohl die Reparatur in Kürze erfolgen könne.
 Fundtiere, die in der Gemeinde Maroldsweisach auflaufen, könnten nun in das neue Tierheim in Zell am Ebersberg gebracht werden, sagte der Bürgermeister.
Er rief auf, noch Helfer für die im Juni stattfindende 900-Jahrfeier zu suchen, da noch einige benötigt würden.
Mit dem Bau des Spielplatzes in Pfaffendorf soll auch heuer begonnen werden, antwortete Thein auf Frage von Gemeinderat Günter Reß. Zweiter Bürgermeister Harald Deringer bat darauf zu drängen, dass die Grundschule Maroldsweisach nach Weggang der Rektorin Ulrike Zettelmeier wieder eine neue Schulleitung erhält. Gegenwärtig wird die Schule kommissarisch von Gudrun Schnitzer, Rektorin der Grundschule Ebern, geleitet.

Helmut Will



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