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12.11.2018

 

Bürgerversammlung mit Schwerpunkt Dorferneuerung
 
Ditterswind (jf) – Trotz ausreichender Bestuhlung mussten am vergangenen Mittwochabend noch etliche Sitzgelegenheiten herbeigeschafft werden, um all die interessierten Besucher aufzunehmen, die in der „Alten Schule“ Ditterswind zusammengekommen waren, um über die ins Auge gefasste Dorferneuerung zu diskutieren.
 
Rückblick
Eingangs informierte Bürgermeister Wolfram Thein über die derzeitige Situation der Marktgemeinde Maroldsweisach, was einerseits die Bevölkerungsentwicklung andererseits die Pro-Kopf-Verschuldung angeht. Bezüglich der Einwohnerzahl, die sich auf einem Zeitraum von zehn Jahren bezog, musste festgestellt werden, dass es einen Rückgang von rund dreihundert Gemeindegliedern gegeben hat, was einem geschätzten Anteil von etwa neun Prozent entspricht. „Die Gemeinde will versuchen, vor allem durch Förderprogramme und Gestaltung von lebendigen Ortsmitten diese leichte Abwärtsentwicklung auf Dauer zu bremsen“, so Thein wörtlich.
 
Die Pro-Kopf-Verschuldung zeigt in Bezug auf den Landesdurchschnitt einen geringeren Anteil; die maßvolle Erhöhung im Laufe der letzten drei bis vier Jahre ist sogenannten strukturellen Maßnahmen geschuldet, die notwendig sind, um eine leistungsfähige Gemeinde zu erhalten.
 
Dorferneuerung
Für den Bürgermeister ist vor allem der Dorfplatz ein zentraler Punkt, wo Maßnahmen zur Erneuerung ergriffen werden sollten; hier sieht er den entscheidenden Ansatz, um diesbezügliche Meinungen der Bevölkerung einzuholen. Weitere „neuralgische Punkte“ sind Brunnenstraße sowie der Platz vor dem Kriegerdenkmal bzw. jener rund um das Feuerwehrhaus. Um all die vielen zu erwartenden Äußerungen festzuhalten, hatte Thein den Planer Peter Ruck vom Technischen Büro Werner mitgebracht, der sich bemühte, die genannten Vorschläge entsprechend zu sammeln.
 
Der erste Wunsch nach Renovierung des Friedhofs wurde zwar aufgenommen, doch stellte der Bürgermeister klar, dass die fällige Sanierung nur in bestimmtem Maße zur Dorferneuerung gehört. Hier wandte er sich an die Bevölkerung, indem er sie um aktive Mithilfe bat, sollten in naher Zukunft Instandsetzungsmaßnahmen anfallen. Gemeinderat Gerhard Gagel empfahl, diesen Punkt in einer eigenen Bürgerversammlung aufzugreifen.
 
Dass der Platz vor der „Alten Schule“ als möglicher Festplatz ausgewiesen und entsprechend erweitert werden könnte und dadurch in den Bereich rund um die Dorflinde hereinragt, kann so wohl nicht verwirklicht werden, da diese Fläche für Fahrt- und Wendemöglichkeiten der Schulbusse dringend benötigt wird. Auch der Vorschlag, das Kriegerdenkmal oder den Dorfbrunnen zu versetzen, um eventuell Parkplätze auszuweisen, findet wohl kaum die abschließende Zustimmung seitens der Bevölkerung. Schon eher kann wohl dem Wunsch von Pfarrer Wolfgang Scheidel entsprochen werden, an den beiden Zugängen zur Kirche barrierefreie Zugänge für Rollstühle zu schaffen.
 
Im Zuge der Dorferneuerung sollten auf jeden Fall die Brunnenstraße und der Verbindungsweg zwischen Dorfplatz und Büchelbergstraße saniert werden. Dass der vor Jahren zugedeckte Graben, welcher gerade den Anliegern als willkommener Parkplatz dient, wieder freigelegt und erneut als offener Graben gestaltet werden sollte, fand bei den Anwesenden keinen Anklang. Als wesentlich dringlicher sah man den Wunsch, den sogenannten Friedhofsweg, der die obere Siedlung mit dem Dorfzentrum verbindet, für Fußgänger entsprechend auszubauen (was schon vor Jahren bei der Gemeinde beantragt und damals auch grundsätzlich befürwortet wurde). Ähnliches gilt für den Weg zu Haßbergklause und Friedenslinde, der zuweilen sogar vom Schwerlastverkehr genutzt wird, was der Qualität des Straßenbelags, der bereits von Löchern, Absenkungen usw. durchzogen ist, nur weiteren Schaden zufügt.
 
Park- und Durchfahrtsprobleme bei einzelnen Zufahrten, Einmündungen, die Sanierung des sog. Betonweges und Ähnliches wurden ebenfalls angesprochen und sollen bei der Planung wenn möglich Berücksichtigung finden. Lobend sprach man sich über die bisher erfolgte Sanierungsarbeiten an den Grabeinfassungen auf dem Friedhof sowie über den Zustand des Spielplatzes aus. Der Erhalt des dort befindlichen und im Gemeindebereich wohl einmaligen Hauses fand allgemeine Zustimmung.
 
Abschließend machten betroffene Jugendliche deutlich, dass die ungenügende Anbindung an den landkreisinternen Nahverkehr gerade für Berufsschüler ein Ärgernis darstellt und die inzwischen aufgestellten „Mitfahrbänke“ auch keine Lösung bringen. Bürgermeister Thein sieht diesbezüglich im Moment noch keine praktikable Lösung.
 
Am Ende dieses sog. Kick-off-Termins – das neudeutsche Wort für Anstoß einer geplanten Maßnahme –, wie es Thein ausdrückte, wissen nun die Anwesenden, dass ihre Wünsche und Anträge ein offenes Ohr gefunden haben und blicken erwartungsvoll auf eine der nächsten Bürgerversammlungen, wenn es darum geht, die fortgeschrittenen Planungen der Öffentlichkeit vorzustellen.
 

 

 


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