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07.11.2018

Bürgerversammlung in Hafenpreppach
 
Die energetische Sanierung mit Barrierefreiheit des Mehrzweckgebäudes stand im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Hafenpreppach, zu welcher der örtliche Gemeinderat Helmut Berwind (SPD) die Versammlungsteilnehmer willkommen hieß. Erschienen waren 29 Bürgerinnen und Bürger. Architekt Jürgen Bergmann erläuterte die Planung im Detail.
 
Bei einer Diskussion dazu wurde deutlich, dass sich die Hafenpreppacher Bürgerinnen und Bürger den Umbau wohl anders vorgestellt hatten. Gemeinderätin Heidi Müller Gärtner (JCU): „Über die Planung hätte man viel früher sprechen sollen, um eventuell Ideen aus der Bevölkerung mit einfließen zu lassen.“ Dieter Hepp (CSU), Gemeinderat aus Maroldsweisach legte nach: „Wenn die Sanierung so ausgeführt wird, haben wir keine glücklichen Hafenpreppacher.“ Den Bürgern ist die geplante Küche zu klein, das Herren-WC zu groß, der Ausschank zu eng.
Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) und Architekt Bergmann entgegneten, dass der Zuschuss der Regierung verfallen würde, wenn das Gebäude nicht bis Ende 2020 barrierefrei hergestellt sein sollte. Gegenstand der geplanten Baumaßnahme ist die teilenergetische Sanierung sowie die Herstellung eines barrierefreien Zugangs mitsamt behindertengerechtem WC und nicht wie vereinzelt gefordert, der Umbau des Gebäudes mit Küche und Ausschank, da diese Maßnahmen den Kostenrahmen bei weitem überschreiten würden und nicht förderfähig sind. Die Vereinsvorstände (Nutzer des Mehrzweckgebäudes) wurden im Vorfeld an der Planung beteiligt.
Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner meinte, dass Mehrzweckgebäude erst barrierefrei zu machen und zwei oder drei Jahre später die weiteren Umbauten vorzunehmen. „Allerdings sollte die Planung in einem stattfinden“, sagte sie. Bürgermeister Wolfram Thein schlug vor, am 14.11.18 nochmals mit der Bevölkerung über das Mehrzweckgebäude zu sprechen um dann am 20.11.18 die Vorschläge dem Architekten zu unterbreiten, damit die Ideen in die Planung mit einfließen können.
 
Bürgermeister Wolfram Thein kam noch auf die Bevölkerungsentwicklung der Marktgemeinde zu sprechen. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, dass der leicht rückläufigen Entwicklung durch das positiv angelaufene Leerstandsmanagement entgegen gewirkt werden könne. Schließlich ging er noch auf die finanzielle Situation der Marktgemeinde Maroldsweisach ein. „Wir können eine leicht rückläufige Tendenz feststellen und unsere Prokopfverschuldung liegt unter dem bayernweiten Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden“, so Thein. Zum Schluss konnten die Versammlungsteilnehmer vortragen, was ihnen am Herzen liegt. So wurde angesprochen, dass die Verbindungsstraße nach Unterelldorf sehr beschädigt wäre. Dazu sagte der Bürgermeister, dass er mit seinem Kollegen Martin Mittag aus Seßlach schon im Gespräch wäre. Mehrere Beschwerden kamen über die Firma SÜC dacor. Hier verwies der Bürgermeister auf die Verträge, worauf die Gemeinde keinen Einfluss habe. Zur Sprache kam auch, dass für Anwesen einzelner Bürger von Hafenpreppach noch keine Straßennamen vorhanden wären. Postboten oder Rettungsdienste hätten deshalb Probleme die betreffenden Personen zu finden. Es kam der Hinweis, dass die Wasserwerte der Heilgersdorfer Gruppe im Zeilberg-Echo veröffentlicht werden sollten. Im Auge behalten werden müsse die große Linde am Spielplatz, da dort ständig Äste herunter brechen würden. Die Hochwasserfreilegung sollte erneuert werden, da diese bereits durchgerostet wäre. Erneut wurde beantragt, in der Coburger Straße in Hafenpreppach eine Tempo-30-Zone zu errichten. Hier fehle es jedoch an den rechtlichen Voraussetzungen, sagte Thein. Der Weg von Hafenpreppach nach Altenstein, es ist ein landwirtschaftlicher Weg, sollte auch für Mofas zugelassen werden. An der Straße zum Friedhof sollte ein Wegweiser angebracht werden. Geprüft soll auch werden, die 70 km/h-Beschränkung auf der Bundesstraße im Bereich Hafenpreppach zu versetzen. Über den Felsenkellern sollten Bäume gefällt werden, sonst würden die Keller einfallen. Dazu sagte der Bürgermeister, dass einzelne Bäume gefällt werden. Der Standort der Altkleidercontainer sollte gewechselt und anschließend im Zeilberg-Echo veröffentlicht werden. Das hatte Gemeinderat Helmut Berwind schon in einer Gemeinderatssitzung angeregt. Die Linienbusverbindung nach Seßlach soll wieder eingeführt werden. Herr Schnabel erklärte dazu, dass es Rufbusse gibt. Die Pläne und Informationen darüber hängen im Bushäuschen. Der Schaustellerbetrieb habe an der Kirchweih gefehlt, sagte Gemeinderat Helmut Berwind. Darum müsse man sich im Ort selbst kümmern, erwiderte Thein.
 
Helmut Will


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