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17.09.2019

 

Bauausschuss Maroldsweisach
 
Von Helmut Will
 
Maroldsweisach – Umfangreiches Programm für den Bau- und Umweltausschuss der Marktgemeinde Maroldsweisach am Freitagnachmittag. Insgesamt elf Ortseinsichten in Maroldsweisach und in fünf Ortsteilen standen auf der Tagesordnung. Besonders gelungen ist der Brunnen in Birkenfeld, wovon sich die Mitglieder des Gremiums überzeugen konnten.
 
Der Sandsteinbrunnen am Kriegerdenkmal zieht die Blicke auf sich. Einen Einblick über die Arbeiten gab Gemeinderat Rupert Fichtner (CSU), einen Blick in den Brunnen verschaffte sich der Bauausschuss. Fichtner erläuterte, dass man Anfangs eigentlich „keinen Plan“ hatte, wie der Brunnen und dessen unmittelbares Umfeld einmal aussehen sollte. „Das kam uns so nach und nach, im Laufe der Arbeiten“, sagte der Förster. Der Brunnen zeigt sich mit behauenen Sandsteinen und auch die Gestaltung des näheren Umfeldes ist gelungen. „Der Brunnen ist 17 Meter tief und hat einen Wasserstand von vier Metern“, sagte Fichtner. Lob für diese Maßnahme gab es von Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) und dem gesamten Gremium. Auch das Problem in Birkenfeld, dass Wasser an der Südwestseite des Schlosses von der Verbindungsstraße nach Ditterswind in die Gemäuer des Schlosses eindringt, ist gebannt, wie Bauamtsleiter Andere Grüner erläuterte. „Die Mitarbeiter unseres Bauhofes haben da ganze Arbeit geleistet“, sagte Grüner. In der Straße wurde eine Leitung verlegt, die das Wasser über Schächte und einen Straßendurchstich in den „Ermetzbach“ leitet.
 
Auch an der neuen Treppe im Friedhof in Ditterswind wurde deutlich, dass der Bauhof der Gemeinde leistungsfähig ist. „Bald wird die Treppe ganz fertig sein“, sagte Bauhofleiter Gerd-Peter Schmidt. Er und Andre Grüner erklärten, dass die Treppe über die gesamte Länge des Leichenhauses mit Blockstufen versehen wurde. Bürgermeister Wolfram Thein sagte, dass die Ditterswinder den Weg, der rechts neben dem Leichenhaus steil bergab führt, verbreitert haben möchten. Es wäre stets ein Problem über diesen Weg den Leichenwagen zu fahren. In Marbach sollen gegenüber dem Eingang zum Friedhof drei oder vier Parkplätze befestigt werden. Bürger aus Marbach hätten das angeregt. Allerdings sei hier erst das Einverständnis des Besitzers der Fläche einzuholen, sagte der Bürgermeister. Andre Grüner meinte, dass das mit dem Ziel eines Kaufes der Fläche verbunden werden sollte. Dazu sagte zweiter Bürgermeister Harald Deringer, dass er nicht unbedingt ein Erfordernis hierfür sehe. „Das klappt doch bis jetzt ganz gut“, sagte er. Leerstehende Gebäude bzw. Wohnungen der Marktgemeinde, im Mehrzweckgebäude in Todtenweisach und der ehemaligen Schule in Marbach, bereiten ob des schlechten Zustandes Probleme. Vor 16 Jahren wurde die Wohnung in Todtenweisach einem Pächter überlassen, der mit seinen Mietern viele Probleme hatte und der die Wohnung in denkbar schlechtem Zustand verließ. Nun stelle sich die Frage, wie die Wohnung künftig genutzt werden soll. „Klar ist, dass wir etwas machen müssen, wenn wir die 75 Quadratmeter große Wohnungen vermieten wollen“, sagte Bauamtsleiter Andre Grüner. Boden, Türen und vieles mehr müssten erneuert werden. Ein Kostenvoranschlag soll zeigen, was die Gemeinde investieren müsste. In der ehemaligen Schule in Marbach das gleiche Problem. Hier sei eine Förderung zu erwarten. Architektin Renate Schubarth-Eisenhardt erläuterte, dass eine Renovierung einschließlich Dacherneuerung etwa 270.000 Euro kosten würde. 86 Quadratmeter groß ist die Wohnung dort. Weitere Schritte sollen laut Grüner, auch was künftige Heizkosten betrifft, mit dem Haßbergverein in Marbach besprochen werden. Gesucht wird auch in Marbach eine Fläche für einen Spielplatz. „Definitiv wird in Marbach der nächste Spielplatz kommen“, sagte Bauamtsleiter Grüner. Die Kosten hierfür wären relativ hoch und ein geeigneter Platz sei noch nicht gefunden. Er zeigte eine private Fläche am Gerichtsweg gegenüber der alten Schule, die im Privatbesitz ist. Verhandlungen sollen mit dem Eigentümer stattfinden.
 
In Voccawind ist an eine Gestaltung im Bereich des Feuerwehrhauses, bzw. des dortigen Lindenbaumes gedacht. „Es wäre möglich dass die Voccawinder gemeinsam mit den Bauhof Maroldsweisach diese Maßnahme angehen“, so Grüner. „Kostenmäßig wird sich das im Zaum halten“, meinte er. In Augenschein wurde der Baufortschritt im Neubaugebiet „Bleichäcker“ genommen. „Damit können wir zufrieden sein“, so der Bürgermeister. „Beim Hartleb werden deswegen dazu ja ganz tolle Geschichten erzählt“, sagte Andre Grüner und verwies darauf, dass man im Zeitplan liege. Thein ergänzte, dass die Versorgungsleitungen angebunden werden können, die Fahrbahnhöhe sei ausnivelliert und auch der Standort der Leuchten stehe fest. In der Vorstadtstraße, Einmündung Zur Weisach in Maroldsweisach, zeigte der Bürgermeister die beiden Trafohäuschen, davon eines privat für die Biogasanlage, die gut gelungen seien und sich dort einpassen würden. Auch wäre die Einmündung im dortigen Bereich zufriedenstellend hergerichtet worden. Schließlich erläuterten Thein und Grüner noch die Planungen für den Kernweg zur Entlastung der Vorstadtstraße, was vor allem den Landwirten mit ihren großen Maschinen entgegen käme und eine große Entlastung für die Bürger in der Vorstadtstraße bringen wird.
 
Im Sitzungssaal des Rathauses stand die Beratung für einen Grundsatzbeschluss an, was den Verkauf von Grundstücken im Bereich der Marktgemeinde betrifft. Dazu sagten Geschäftsleiter Renè Schäd und Bauamtsleiter Andre Grüner, dass die Gemeinde noch Baugrundstücke habe, allerdings auch Baugrundstücke die sich schon Jahre in privaten Händen befänden, die nicht bebaut wurden. Bei Neuverkäufen sollte eine Klausel eingeführt werden, wonach Grundstücke, die innerhalb von drei Jahren nicht bebaut werden, wieder von der Gemeinde „rückgekauft“ werden können. Dafür sprachen sich die Gemeinderäte Dieter Hepp (CSU) und Herbert Baum (parteilos) aus. „Am Heiligenberg ist eine entsprechende Klausel vorhanden, wonach nach fünf Jahren bei Nichtbebauung die Grundstücke wieder zurückgekauft werden könnten“, sagte Grüner. Er betonte stark das Wort „könnte“, was heißt, dass man dies eigentlich nicht wolle aber als eine Option offen stünde. Bei anderen Baugebieten im Marktbereich seien solche Klauseln nicht vorhanden. Was nun wird, muss der Gemeinderat beschließen. Bürgermeister Wolfram Thein informierte, dass die Telekom ein Förderprogram auflege um ein flächendeckendes Mobilfunknetz  für unterversorgte Gebiete zu erreichen. „Davon könnten bei uns die Ortschaften Birkenfeld, Dippach, Marbach, Wasmuthhausen, Dürrenried und auch Hafenpreppach profitieren“, so der Bürgermeister. Dazu wird ein Beschluss des Gemeinderates nötig, sagte Renè Schäd. Auf Frage von Gemeinderat Hepp sagte Thein, dass während der Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Maroldsweisach geregelt werde, wie Private- und Geschäftsleute zu ihren Anwesen gelangen können.
 
 

 



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