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18.10.2019

Sitzung des Marktgemeinderates Maroldsweisach
 
In Maroldsweisach werden die Bürgerinnen und Bürger ab Januar 2020 das Zeilberg-Echo kostenfrei erhalten. Dafür hat sich der Gemeinderat mit knapper Mehrheit ausgesprochen. Doreen Büschel (JB) hatte einen enstprechenden Antrag gestellt.
“Der Antrag von Gemeinderätin Büschel wurde bei der vorausgegangenen Sitzung vertagt, weil man sich seitens der Verwaltung erst einmal klar werden wollte, was verschiedene Variationen der Belieferung mit dem Zeilberg-Echo, auch in digitaler Form, kosten”, sagte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD). Danach würde eine Erscheinungsweise wie bisher, einmal wöchentlich, jährlich 23.647 Euro kosten. Bei 14tägiger Erscheinungsweise würden die Kosten im Jahr 15.461 Euro betragen und bei monatlicher Auslieferung 8.076 Euro. Wie Bürgermeister Thein weiter ausführte, stünde auch ein Digitalpaket für jährlich 970 Euro zur Auswahl. “Eventuell wäre das eine gute Ergänzung zu einer eingeschränkten Erscheinungshäufigkeit, man könnte damit auch zwischen zwei Ausgaben Informationen, Texte und Bilder veröffentlichen”, sagte der Bürgermeister. Der Vorschlag der Verwaltung: Digitalpaket ab 1. Januar 2020 kostenlos, womit allen Bürgern der Zugang zum Mitteilungsblatt eröffnet wäre. Kosten für Papierform wie bisher, müssten von den Abonnenten selber getragen werden. Vorteil dieser Variante sei, dass weiter die Erscheinung wöchentlich wäre und die Kosten für den Markt Maroldsweisach überschaubar blieben. “Wir sollten hier beachten, dass es sich hierbei um eine rein freiwillige Aufgabe der Gemeinde handeln würde”, so Wolfram Thein.
Stimmen wurden laut, dass für ältere Mitbürger die digitale Version ungünstig sei. “Ältere Menschen werden hier Schwierigkeiten haben, weshalb eine Verteilung in Papierform erfolgen sollte”, sagte Gemeinderat Gunther Hartleb (SPD). Dem schloss sich auch Gemeinderat Herbert Baum (parteilos) an. “Die Alten brauchen halt Papier, weshalb man zweigleisig fahren sollte. Für mich war es erschreckend zu erfahren, dass nur ein Drittel unserer Bevölkerung in Maroldsweisach das Zeilberg-Echo kostenpflichtig abonniert hat.” Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner (CSU) fürchtet “zu viel Papierkram”, weshalb sie den Vorschlag der Verwaltung unterstütze. Dieter Hepp (CSU) meinte, dass die Kosten bei digitalem Bezug für die Gemeinde steigen würden. “Das erfolgt aber moderat”, sagte er. Auch aus dem Nachbarland Thüringen sollte im Gemeindeboten ab und zu was zu lesen sein, forderte Gemeinderätin Doreen Büschel. “Das würde den Verwaltungsaufwand nicht unerheblich erhöhen”, entgegnete dazu Geschäftsführer Renè Schäd. Würde die digitale Form angeboten, könnten die Redaktionskosten steigen, weil dann vermutlich weniger Bürger das Mitteilungsblatt kostenpflichtig beziehen würden, befürchtete Gemeinderat Eberhard Vogel (CSU). Schließlich stellte Gemeinderätin Büschel den Antrag das Zeilberg-Echo alle vierzehn Tage in Papierform kostenfrei auszuliefern und auch die digitale Version anzubieten. Der Antrag wurde mit sieben Stimmen, bei sechs Gegenstimmen, angenommen.
 
Beraten wurde über die Kindergartenbedarfsplanung für 2019/2020. “Diese hat für das nächste Kindergartenjahr ergeben, dass bisher 75 Regelkinder, 49 Schulkinder und 30 Krippenkinder berücksichtigt werden mussten”, sagte Wolfram Thein. 24 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 75 Plätze für Regelkinder, die altersgeöffnet sind, stünden zur Verfügung. “Aufgrund der vorgenannten Zahlen wurde eine befristete Genehmiung von insgesamt 139 Plätzen erteilt”, so Thein. Davon wären 24 Krippenplätze und der Rest Kindergarten- und Schulkinder. Das Gremium beschloss die Bedarfsplanung auf 30 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 75 Plätze für Regelkinder im Alter von drei bis sechs Jahren die altersgeöffnet sind und 49 Plätze für Kinder der Grundschule.
Beschlossen wurde auch die Teilnahme am Förderprogramm „Digitales Rathaus.“ Nach dem Onlinezugangsgesetz von 2017 hätten Behörden die Verpflichtung sämtliche Leistungen der deutschen Verwaltung digital anzubieten, sagte Bürgermeister Thein. Bayern hätte ein Förderprogramm hierzu eingeführt. Für Maroldsweisach würde der Fördersatz 90 Prozent betragen, bis zu einer maximalen Fördersumme von 20.000 Euro. „In diesem Zug ist geplant, auch das Bürgerinformationssystem sowie das Ratsinformationssystem einzurichten“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Bürger wären dann stets ausreichend informiert und könnten verschiedene Vorgänge von zu Hause aus erledigen.
 
Der Bürgermeister informierte, dass die Baufirma, welche die Ortsdurchfahrt der B 279 herstellt, den Zeitplan nicht einhalten könne. Um zwei Wochen, bis zum 9. November werde sich die Fertigstellung verzögern. „Wenn das Abfräsen der Fahrbahndecke und der Deckeneinbau erfolgt, wird es in der Durchfahrt richtig eng“, sagte Thein. Er bat die Bevölkerung um Verständnis.
 
Im Gewerbegebiet „Bleichäcker“ wäre asphaltiert worden und die Feinschicht werde aufgetragen. Dort laufe alles wie geplant.
 
 Ortssprecher Erhard Denninger aus Voccawind wollte wissen, was Geschwindigkeitsmessungen dort ergeben hätten. Dazu sagte Verwaltungsleiter Renè Schäd, dass die Durchschnittsgeschwindigket aus Richtung Maroldsweisach kommend 55 km/h betrug und aus der Gegenrichtung 60 km/h. Die Schnellsten waren mit 99, bzw. 114 km/h unterwegs. In vier Wochen hätten 30.000 Fahrzeuge den Ort passiert. Auch in Maroldsweisach im Birkenfelder Weg im Bereich des dortigen Alten- und Pflegeheims wurde gemessen, so Schäd. 37 km/h hätte dort die Durchschnittsgeschwindigkeit betragen mit Spitzengeschwindigkeiten von 75 km/h.
 Die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Nähwärmenetzes würden am 21. Oktober beginnen, teilte der Bürgermeister noch mit.
HW

 

 



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