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15.07.2020

 

Gemeinderat Maroldsweisach am 06.07.20
 
Von Helmut Will
 
Maroldsweisach – Vereidigungen von Ortsprechern und Bestellungen für verschiedene Aufgaben standen am Montag auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates Maroldsweisach im Sitzungssaal des Rathauses. Vereidigt wurden eine Ortssprecherin und vier Ortssprecher.
 
Für die Ortschaft Gresselgrund wurde von Bürgermeister Wolfram Thein als OrtssprecherRalf Weisbrod vereidigt, für Todtenweisach Michael Bätz, für Gückelhirn Sven Scheidler, für Marbach Kerstin Brückner und für Wasmuthhausen Christan Vogel. Zu weiteren Standesbeamtinnen wurden mit Wirkung zum 6. Juli 2020 vom Gemeinderat 2. Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner und 3. Bürgermeisterin Ramona Schrapel bestellt. Sie haben nach den Worten des Bürgermeisters auch schon das entsprechende Seminar besucht. Damit hat die Marktgemeinde neben Bürgermeister Wolfram Thein und der Leiterin des Standesamtes, Yvonne Beck, vier Personen, die Trauungen vornehmen können. „Damit sind wir komfortabel ausgestattet“, sagte Yvonne Beck. Die Frage von Gemeinderätin Melanie Gräbner, ob Paare die sich trauen lassen wollen aussuchen können wer sie traut, wurde vom Bürgermeister bejaht. In der Gemeinde würde pro Jahr etwa 30 bis 40 Trauungen vorgenommen, sagte Thein.
 
Für verschiedene Verbände wurden die Mitglieder bestellt. Dem Schulverband gehören 1. Bürgermeister Wolfram Thein, 2. Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner und Gemeinderat Gerhard Gagel an. Vertreter sind Rupert Fichtner und Doreen Büschel. Dem Abwasserzweckverband Mittlerer Weisachgrund, der für die Kläranalage Junkersdorf zuständig ist, gehören als Vorsitzender 1. Bürgermeister Wolfram Thein und in Vertretung seine beiden Stellvertreterinnen an. Für Altenstein sind in diesem Verband Gemeinderätin Melanie Gräbner und Uwe Hein, Vertreter sind Doreen Pfadenhauer und Günther Kraus. Für Pfaffendorf ist Gemeinderat Günter Reß und Josef Wagner dabei, als deren Stellvertreter fungieren Michael Kraft und Peter Finnie. Für den Wasserzweckverband Heilgersdorfer Gruppe sind im Gremium 1. Bürgermeister Wolfram Thein und als seine Vertreterin 2. Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner. Für Hafenpreppach sind Gemeinderat Wolfgang Harnauer (SPD) und als Vertreter Gemeinderat Martin Berwind dabei, für Wasmuthhausen Eberhard Vogel und als Vertreter Ortssprecher Christian Vogel, für Dürrenried Manfred Schramm und als Vertreter Gemeinderat Martin Schramm. Den Wasserfreunden Altenstein gehören 1. Bürgermeister Wolfram Thein, die Gemeinderäte Melanie Gräbner und Günter Reß an. Deren Vertreter sind 2. Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner, Rupert Fichtner und Gunther Hartleb.
 
Beschlossen hat der Gemeinderat am Montag, dem Zweckverband Klärschlammtrocknung Haßberge beizutreten. Nach den Worten von Bürgermeister Wolfram Thein ist ein Stammkapital von 50.000 Euro geplant. Die Gemeinde Maroldsweisach wird jährlich bis zu 200 Tonnen entwässerten Klärschlamm liefern, sagte der Bürgermeister. Die Trocknung des Klärschlamms soll in einer Biogasanlage in Hofheim erfolgen und anschließend thermisch im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt verwertet werden. Die Gründung des Zweckverbandes ist bis Ende Juli 2020 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Trocknung in Hofheim bis zum zweiten Quartal 2021. Die künftige Preisgestaltung im Zweckverband Haßberge beläuft sich auf 98 Euro netto pro Tonne, wobei die Verwaltungsumlage für den Betrieb des Zweckverbandes und für den Vorsitzenden, der Geschäftsführung und einer Mitarbeiterin noch nicht berücksichtigt ist. Die Vereinbarung gilt vierzehn Jahre lang. Erweitern will sich der CVJM Altenstein, der einen Neubau als Sing- und Veranstaltungsraum errichten möchte. Das Vorhaben entspreche den Kriterien des Baugesetzbuches, teilte für die Verwaltung Andre Grüner mit. Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen für die Maßnahme in Altenstein, Am Schwimmbad 6. „Der Gemeinde liegt ein Kaufgesuch für eine Teilfläche der Flurnummer 46 in der Gemarkung Ditterswind vor“, sagte der Bürgermeister. Dieses Grundstück, es liegt oberhalb des Feuerwehrgerätehauses, sei vor geraumer Zeit von der Gemeinde erworben worden, um hier mit Hilfe einer Einbeziehungssatzung zusätzliche Bauplätze zur Verfügung zu stellen. Um das Verfahren einleiten zu können, bedürfe es einen Aufstellungsbeschluss. Der Marktgemeinderat ermächtigte die Verwaltung die Einleitung eines Planungsverfahrens vorzunehmen. Insgesamt wären dort etwa drei bis vier Bauplätze möglich, so Wolfram Thein. Gemeinderat Dieter Hepp wollte sichergestellt wissen, dass der Kaufinteressent auch tatsächlich baut und keinen Rückzieher machen kann, wenn die Gemeinde entsprechende Vorleistungen für eine Bebauung trifft.
 
Gemeinderat Martin Schramm aus Dürrenried sagte, dass er nicht verstehen könne, warum das Ergebnis einer nichtöffentlichen Sitzung, betreffend die geplanten Photovoltaikanlagen, nicht öffentlich bekannt gemacht werden kann. „Die Leute wollen wissen um was es geht, wie wir als Gemeinde zu den Vorhaben stehen“, sagte Schramm, der eine „mangelnde Bürgerinformation“ sah. Dazu sagte Bürgermeister Wolfram Thein, was auch Geschäftsleiter Armin Bogendörfer auf Anfrage bestätigte, dass in der betreffenden Sitzung keine Beschlüsse gefasst und auch noch nichts entschieden wurde. Man habe nur Vorberaten und nun sollen erst in Infoveranstaltungen der Investoren den Bürgerinnen und Bürgern dargelegt werden, was vorgesehen ist. Ob das mit der von der Gemeinde auferlegten Flächenbegrenzung konform gehen könne, müsse nach den Veranstaltungen entschieden werden. Das geschehe dann auch in öffentlichen Sitzungen. Gemeinderat Martin Berwind bemängelte das Vorgehen der Gemeinde mit dem Spielplatz in Hafenpreppach. „Spielgeräte wurden dort abgebaut und weggebracht, warum“, fragte Berwind. Der Spielplatz befinde sich derzeit in einem unschönen Zustand. Dazu entgegnete Bürgermeister Wolfram Thein, dass man mit dem Spielplatz schon seit etwa drei Jahren plane, ihn allerdings wegen der Sanierung der Mehrzweckhalle zurück gestellt habe. Abgebaut seien Spielgeräte geworden, weil sie nicht mehr dem Sicherheitsstandart entsprochen hätten. „Ich denke, dass wir den Spielplatz im nächsten Jahr ersetzen können“, sagte der Bürgermeister. Hier wolle man die Hafenpreppacher mit einbeziehen.



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