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12.12.2017

 

Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderates
 
 
Die letzte Sitzung des Marktgemeinderates Maroldsweisach am Montagabend im Rathaus, stand ganz im Zeichen von Ehrungen von Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem Gemeindegebiet, die sich durch besondere Leistungen verdient gemacht haben. Bevor Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) seinen Jahresbericht vortrug, wurden noch Beschlüsse zur Dorferneuerung Birkenfeld gefasst.
 
Dorferneuerung Birkenfeld
„Seit 2012 sind wir schon mit der Dorferneuerung in Birkenfeld befasst. Teilweise wurde eine Entscheidung hinausgeschoben, weil wir auch den Breitbandausbau in diesem Ortsteil mit ins Auge gefasst haben. Eine Ausschreibung, die bereits vorhanden war, musste zurück gezogen werden, weil sie nicht wirtschaftlich war“, sagte Bürgermeister Wolfram Thein. Heute sei man so weit, dass man die Maßnahme vergeben könne. Der Leiter des Bauamtes, Andrè Grüner sagte, dass dreizehn Firmen angeschrieben wurden, sechs hätten Angebote abgegeben. Das günstigste Angebot kam von einer Firma aus Thüringen mit der Summe von 525.665 Euro. Dazu ergänzte der Bürgermeister, dass die erste Ausschreibung bei 585.000 Euro gelegen hatte aber die neue der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage entspräche. Nach den Worten des Bürgermeisters werde mit einer Förderung von 42 Prozent gerechnet. Gemeinderat Günter Freß (FW) hatte gerechnet: „Demnach müssen wir jetzt 130.000 Euro mehr als bei der vorherigen Ausschreibung bezahlen.“ Bürgermeister Thein bejahte Mehrkosten und sagte aber, dass man die Maßnahme nun durchziehen sollte. „Eine weitere Verzögerung können wir den Bürgern von Birkenfeld nicht mehr zumuten“, so das Gemeindeoberhaupt. Der Auftrag wurde einstimmig vom Gremium zum Preis von 525.665 Euro vergeben.
Auf der Tagesordnung hatte auch eine Entscheidung zum Baugebiet „Bleichäcker“ in Maroldsweisach gestanden. „Diesen Punkt müssen wir zurückstellen, da bei dem Vorentwurf der uns schon vorgelegen hatte, etwas fehlte und dem Planungsbüro war es bis heute nicht möglich, das zu ergänzen“, sagte Wolfram Thein.
 
Jahresbericht
In seinem Jahresbericht machte der Bürgermeister einen bebilderten Streifzug durch die Ortschaften der Marktgemeinde Maroldsweisach. „Hinter uns liegt ein arbeitsreiches Jahr mit vielen Aktionen“ sagte Wolfram Thein. Er ging auf die Bevölkerungsentwicklung ein die leicht rückläufig wäre. Gegenwärtig zählt die Markgemeinde 3296 Einwohner. Die Prokopfverschuldung beträgt 653 Euro. „Unsere Finanzlage spiegelt sich an der Gewerbesteuer, die meist gleichbleibend ist und das gibt uns eine gewisse Planungssicherheit“, sagte Thein. Steigen würde die Kreisumlage auf 1.386.000 Euro (Vorjahr 1.344.000 Euro). „Unsere Finanzlage können wir insgesamt als solide bezeichnen, sparsames Haushalten ist angesagt.“ In Allerthausen konnte ein Unternehmen angesiedelt werden, dafür wurde ein Gewerbegebiet zur Verfügung gestellt. In Altenstein wurden Restarbeiten im Gewerbegebiet vollendet und in Birkenfeld konnte der Spielplatz verbessert werden und er wird künftig mit der punktuellen Dorferneuerung weiter aufgewertet. In der Ortschaft Dippach wurde das Umfeld des Leichenhauses saniert und der Breitbandausbau Teil zwei werde kommen. Untersucht wurden in Ditterswind die Abwasserkanäle und das Schloss konnte einen neuen Besitzer finden. Auch konnten im gesamten Gemeindegebiet bisher leer stehende Objekte neu belebt werden. Der Spielplatz wurde in Dürrenried gerichtet, nächstes Jahr werde er eingeweiht. Ein „anonymes Urnenfeld“ konnte in Eckartshausen angelegt werden und in Geroldswind Friedhofswege gepflastert werden. Auch habe dort die Feuerwehr eine neue Pumpe bekommen. In Gresselgrund stehe noch die Sicherung und Sanierung der Brücke über den Erlbach an. Für das Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach ist eine Fördersumme von 100.000 Euro zu erwarten, die Treppenstufen zum Friedhof wurden instand gesetzt. Entschlammt wurde die Kläranlage in Marbach mit einem Spezialbagger durch den Bauhof der Gemeinde. In der Vorstadtstraße in Maroldsweisach wurde das „Großprojekt Kinderspielplatz“ umgesetzt und eine weitere stehe mit dem Gewerbegebiet „Bleichäcker“ in den Startlöchern. Ein Urnenfeld gab es im Friedhof Pfaffendorf, Wege wurden neu asphaltiert und ein Brennpunkt sei die ehemalige Schule, die nach Beschluss des Gemeinderates abgerissen wird. Dort soll ein großzügiger Spielplatz entstehen. Gelobt wurden auch die Jubiläumsfeierlichkeiten des Obst- und Gartenbauvereins und der Feuerwehr Pfaffendorf. Verbessert wurde die Trinkwasserversorgung in Todtenweisach und die zu hohen Uranwerte durch eine entsprechende Anlage beseitigt. Neu wurde ein Gehweg in Voccawind hin zur Villa angelegt und so die Verkehrssicherheit für die Kinder verbessert. Gepflastert wurden Wege im Friedhof in Wasmuthhausen, auch ein Urnenfeld wurde realisiert. „Wir konnten gegenüber der Mehrzweckhalle ein Gebäude erwerben, welches verschiedene Kapazitätsprobleme regeln wird. Für den Gemeindebauhof wurde ein zweckmäßiger und leistungsfähiger Traktor angeschafft, was die Schlagkraft unseres Bauhofes erhöht“, so der Bürgermeister. Auch ein neues Streugerät für den Winterdienst ist dort vorhanden. Thein ging noch auf verschiedene Märkte ein, die gut angekommen seien.
 Der Gemeinderat hat sich in 2017 zu elf Sitzungen getroffen und auch die verschiedenen Ausschüsse waren nicht untätig. Vier Bürgerversammlungen wurden abgehalten. Schließlich warf er noch einen Blick nach vorne um zu schließen: „Ich lebe gerne in Maroldsweisach und bin stolz ein `Marokaner` zu sein, helft alle weiter mit unsere Gemeinde voran zu bringen, Gemeinde sind wir alle, mein Dank gilt allen, die sich um unsere Gemeinde verdient gemacht haben.“ Zweiter Bürgermeister Harald Deringer dankte Wolfram Thein für dessen Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Maroldsweisach.
 
Ehrungen
So alt wie ich bin, so lange hast Du für die Gemeinde Maroldsweisach gearbeitet. Das sagte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) zu seinem Vater Werner, der kürzlich auf eigenen Wunsch aus dem Gemeinderat ausschied. Der Sohn würdigte als Bürgermeister die Arbeit seines Vaters für die Marktgemeinde und verabschiedete ihn offiziell aus dem Gemeinderat. Geehrt wurden weitere Personen mit herausragenden Leistungen.
„Es ist eine noble Einstellung sich für andere zu engagieren. Deshalb wollen wir heute einige aus unserer Gemeinde unsere Wertschätzung durch eine Ehrung ausdrücken“, sagte Bürgermeister Wolfram Thein. Das sei nötig und wichtig, um ehrenamtliche Arbeit ins rechte Licht zu rücken. „Lieber Werner, Papa, du warst von Mai 2014 bis zum 27.11.17 Gemeinderat und Erster Bürgermeister in den Jahren 1996 bis 2002. Auf eigenen Wunsch bist du im November aus dem Gemeinderat ausgeschieden“, sagte der Bürgermeister zu seinem Vater. Wolfram Thein blickte auf den dienstlichen Werdegang seines Vaters Werner zurück. Dieser wurde am 1.7.74 in der Gemeinde Maroldsweisach eingestellt, wo er sich bis zum Oberamtsrat hoch arbeitete, bevor er am 1. Februar 2013 in Pension ging. Werner Thein war von 1986 bis 2008 und dann nochmals von 2009 bis 2014 Mitglied des Kreistages im Landkreis Haßberge. Er arbeitete dort und auch als Kreisrat in verschiedenen Ausschüssen. Bürgermeister Thein nannte einige Projekte, die sein Vater Werner in der Gemeinde Maroldsweisach anstieß und durchführte. So die Umgehungsstraße im Gewerbegebiet Altenstein, den Neuaufbau der Wasserversorgung Maroldsweisach, das Errichten des Gewerbegebietes Altenstein und Allertshausen, die Erschließung des Baugebietes „Am Wolfsgrund“ und „Schwarzwiesen“, den Wertstoffhof Maroldsweisach, die Sanierung des Gemeindehauses in Dippach und die Dorferneuerung „Dorfplatz“ Maroldsweisach. „Ich darf dich heute mit meinen und den Dank unserer Gemeinde für viele Jahre Arbeit zum Wohle unserer Gemeinde verabschieden“, sagte der Bürgermeister zu Werner Thein.
„Mit der heutigen Ehrung von Astrid Baum durch die Gemeindesoll die Auszeichnung mit der Staatsmedaille in Silber, die sie vom Landwirtschaftsminister Brunner erhalten hatte, unterstrichen werden“, sagte Thein. Grund sei ihr lobenswertes Engagement für die Landwirtschaft und ihr Einsatz für die Bäuerinnen und Bauern in der  Umgebung. Astrid Baum war 15 Jahre Kreisbäuerin und 15 Jahre Bezirksbäuerin in Unterfranken. „Du bist somit ein Aushängeschild für unsere Gemeinde“, sagte Wolfram Thein.
 Uwe Hein und Wolfgang Harnauer wurden für ihr Engagement für die Feuerwehr geehrt. Hein ist 1980 im Alter von 23 Jahren der Feuerwehr Altenstein beigetreten und seitdem ohne Pause als aktiver Feuerwehrmann im Einsatz. Er hat eine Frauengruppe aufgebaut, ist Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr des Marktes Maroldsweisach und langjähriger Jugendwart. Wolfgang Harnauer ist seit 1989 bei der Feuerwehr tätig und war früher auch Kreisbrandmeister, er war in vielen Bereichen der Ausbildung für die Feuerwehr tätig und übt das Amt des federführenden Kommandanten in der Gemeinde aus. „Vor allem ist deine Arbeit mit dem First Responder erwähnenswert, was sehr anspruchsvoll ist“, so der Bürgermeister. An beide gewandt sagte Thein: „Ihr seid Vorbilder für unsere Jugend.“
Hans Jürgen Küchle habe es sich zur Lebensaufgabe gemacht anderen Menschen zu helfen. Er engagiert sich bereits seit 20 Jahren als „Senior-Experte“ bei der Don-Bosco Mission für den Wiederaufbau in Entwicklungsländern. Bei diesen Projekten geht es um die Verbesserung der sehr schlechten Lebenssituation, wie Mangelernährung und fehlende Bildungschancen vor allem in den Ländern Kambodscha, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo. Die Hauptaufgabe liegt in der Überwachung von Baustellen und das fachliche Wissen weiterzugeben. Herr Küchle bereiste in den letzten Jahren eine Vielzahl von Entwicklungsländern. Deshalb erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. „Das nimmt die Gemeinde zu Anlass auch ihnen zu danken und sie zu ehren“, so der Bürgermeister.
Werner Schmitt setzt sich in Wasmuthhausen besonders für das Dorfleben ein. Dieses Engagement würdigten auch einige Bewohner des Ortes, die ihn zu seiner Ehrung begleitet hatten. „Du bist bei allen was in Wasmuthhausen geschieht immer mit an vorderster Stelle und scheust dich nicht Verantwortung zu übernehmen“, sagte der Bürgermeister. So sei er maßgeblich am Bau des Gemeinschaftshauses beteiligt gewesen und auch derzeit bringt er sich bei der laufenden Baumaßnahme an der Mehrzweckhalle ein. Hier hat er den Dachaufbau in Eigenregie gemanagt.
In den Focus wurde das Projekt „Arbeitsreif“ der Diakonie Bamberg-Forchheim auf dem Zeilberg gerückt, was der Bezirk Unterfranken bereits würdigte. „Uns ist es wichtig seitens der Gemeinde nochmals Aufmerksamkeit darauf zu lenken um das Projekt dankbar zu würdigen“, sagte Thein. Durch dieses Projekt werde die Ausbildung von jungen Menschen mit psychischer Erkrankung gefördert um sie auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten und sich fachkundig zu begleiten. Anerkennung erfuhr stellvertretend für alle die daran beteiligt sind Andrea Wolfer. „Ohne Euch hätten viele junge Menschen keine Chance auch nur annähernd ein normales Leben zu führen“, lobte das Gemeindeoberhaupt.
Ohne Feldgeschworene geht es trotz aller Technisierung nicht. Der Bürgermeister überreichte an Karlheinz Hückmann aus Dippach eine Urkunde des Freistaates Bayern für seine 50jährige Tätigkeit als Feldgeschworener. „Die Sicherung des Eigentums an Grund und Boden hat auch eine wichtige psychologische Komponente. Durch ihre Ortskenntnis, ihre Erfahrung und ihr Ansehen leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Grenzfrieden und einem gutnachbarlichen Auskommen“, sagte Wolfram Thein. „Als nach wie vor wichtiger Helfer der Vermessungsverwaltung sind trotz aller Technisierung unverzichtbar.“
Vier jungen Menschen wurden ob ihrer herausragenden schulischen- und beruflichen Leistungen geehrt. Laura Klopf aus Altenstein erreichte an der Mittelschule in Maroldsweisach den zweitbesten Abschluss mit einer beachtlichen durchschnittlichen Note von 2,0. Janina Elflein aus Allertshausen fertigte an der Heinrich-Thein-Berufsschule das beste Gesellenstück im Ausbildungsberuf Schreiner. „Sie setzten sich als junge Frau gegen ihre männlichen Kollegen durch“, lobte der Bürgermeister. Tanja Korn aus Allertshausen erreichte die Mittlere Reife an der Realschule in Ebern mit einem Notendurchschnitt von 1,33. Somit lag sie auf Platz zwei und zählt damit zu den Schulbesten. Die Ausbildung zum Zerspannungsmechaniker hat Alexander Fichtner mit herausragendem Ergebnis abgeschlossen. Er hat den Abschluss bei der IHK mit 93 von 100 Punkten abgelegt. Ebenfalls wurde Alexander im Frühjahr 2017 von der Firma Siemens bei der Hauptversammlung in München als jüngster Mitarbeiteraktionär ausgezeichnet.
Der Bürgermeister am Schluss der Ehrungen: „Wie Sie alle aus eigener Erfahrung wissen, der Lohn für Ihr Engagement ist nicht nur der Dank der Mitmenschen oder die Freundschaft mit Nachbarn und Mitbürgern, sondern auch für ein erfülltes Leben, denn, wer viel gibt, der bekommt auch viel zurück.“
 

 



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