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16.01.2012
MAROLDSWEISACH GEMEINDERAT Nach dem TÜV-Gutachten kommen aufgrund der Windhäufigkeit mit dem Büchelberg bei Birkenfeld und dem Lichtensteiner Wald zwischen Altenstein und Lichtenstein zwei Standorte im Gemeindegebiet zur Auswahl für den Regionalplan Main-Rhön bezüglich von Windkraftanlagen. Dieser Tagungsordnungspunkt brachte in der Gemeinderatssitzung am Montag eine rege Diskussion. Zuvor stellte Gunter Häckner von GUTmbH anhand einer Präsentation die beiden Flächen vor. Die bisher geplante Fläche am Gut bei Winhausen wurde von dem Fachmann als nicht nutzbar bezeichnet, weil diese Fläche durch den Büchelberg zu sehr abgeschattet wird. Die windreichsten Gebiete liegen nach Häckner auf dem Büchelberg und im Lichtensteiner Wald. Für Bürgermeister Schneider käme nur der Lichtensteiner Wald in Frage, weil der Büchelberg seiner Meinung nach zu schwer zu erschließen sei. Die Fläche am Gut Winhausen ist nicht geeignet und sollte abgelehnt werden. Das Gut Winhausen und die Baumallee ist denkmalgeschützt, erklärte Bürgermeister Schneider. Außerdem liege die Fläche mitten im Naturpark, wo Windräder die Landschaft stören und die Wohnqualität im Gut Winhausen mindern würde. Häckner hatte zuvor anhand von Bildern die Entfernungen zu Altenstein erklärt, wobei Winhausen neun Kilometer von der Burgruine Altenstein entfernt liegt. Bürgermeister Schneider würde den Standort Büchelberg für Windkraftanlagen störend finden. Außerdem führt er aus, dass durch die zwei Photovoltaikanlagen (Hafenpreppach und Maroldsweisach), zwei Biogasanlagen (Maroldsweisach und Wasmuthhausen) sowie den vielen Privatdächern mit Photovoltaik bereits 50 Prozent des Energieverbrauchs in der Marktgemeinde Maroldsweisach abgedeckt wird. Gerald Welz sprach sich wie Helmut Berwind für beide Standorte aus. Welz vertrat die Meinung, dass sich das Auge auch an Windräder gewöhnen würde. 3. Bürgermeister Herbert Baum schloss sich dieser Meinung an und befürwortete ebenfalls beide Standorte. Für Nikolaus Schober bedeutet der Büchelberg einen wichtigen Standort für Windräder. Rupert Fichtner, der schon 20 Jahre lang als Revierförster des Grafen zu Ortenburg am Büchelberg arbeitet, stellte den weitergehenden Antrag, den Büchelberg und den Lichtensteiner Wald als Standorte auszuweisen. Elf von 15 Gemeinderäten sprachen sich für die Standorte aus. Einstimmig wurde jedoch der Standort Winhausen abgelehnt. EON will von Seßlach nach Maroldsweisach eine neue 20 KV Leitung verlegen und bot der Gemeinde an, gleich ein Leerrohr von Hafenpreppach bis Maroldsweisach mit zu verlegen. Später könnte hier ein Glasfaserkabel der Telekom verlegt werden. Für das rund zehn Kilometer lange Leerrohr verlangt EON 74 243 Euro, die nicht bezuschusst werden, wie Bürgermeister Wilhelm Schneider erklärte. Winfried Wolfberger äußerste die Befürchtung, dass dabei die Gemeinde die Pflichtaufgabe von Telekom übernimmt. Diese Zweifel zerstreute Bürgermeister Schneider mit der Tatsache, dass dazu keine Verpflichtung bestünde, da mit der Privatisierung des einst staatlichen Unternehmens nur noch nach wirtschaftlichen Kriterien ausgebaut wird. Mit einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat der Maßnahme zu, nachdem die Finanzierung durch den Haushalt gesichert ist. Die Zugänge zu den Kinderspielplätzen in Dippach an der Burgruine und in Hafenpreppach am „Mardersberg“ bekommen eine Ortsbeleuchtung. Das Angebot von EON für Dippach mit 3 398 Euro und Hafenpreppach mit 2 749 Euro wurde einstimmig angenommen. Bürgermeister Wilhelm Schneider informierte die Gemeinderäte, dass wegen der Erweiterung der Kinderkrippe in Maroldsweisach noch ein Gespräch mit der Leitung erfolgen soll, um dann den Förderantrag stellen zu können. Für den Gemeindebauhof werden zwei Mitarbeiter gesucht. Die Stellen werden in Kürze ausgeschrieben. Melanie Gräbner aus Altenstein sprach die Ortsdurchfahrt in Altenstein, eine Kreisstraße, für den Schwerverkehr an, der in der Bürgerversammlung angesprochen wurde. Mittlerweile hat das Landratsamt Schilder für ein absolutes Haltverbot zwischen der Gastwirtschaft Hofmann und dem Burgeninformationszentrum (BIZ) aufstellen lassen. Dies hätte laut Gräbner nun zur Folge, dass noch schneller durch den Ort „gerast“ würde. Bürgermeister Schneider erklärte hierzu, dass im Landratsamt noch kein zuständiger Mitarbeiter erreicht werden konnte. Es sei unüblich, dass die Gemeinde erst nach Vollendung der Tatsache dazu gehört wird. Die Schilder müssen weg, sagte Bürgermeister Schneider, denn wir brauchen in Altenstein unbedingt die Parkplätze für unsere Gäste. Er will sich umgehend nochmals mit dem Landratsamt in Verbindung setzen, weil für diese Maßnahme keine verkehrsrechtliche Anordnung besteht. Gsch
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